3. Radiotag in Erkrath

13. September 2003

 

 

Etwa 40 Teilnehmer besuchten den 3. deutschen Radiotag in Erkrath am 13. September 2003, wiederum organisiert von Jan Sundermann und Freddie Schorsch.  

Jan Sundermann ging eingangs ausführlich auf die erheblichen Schwierigkeiten von Radio For Peace International in Costa Rica ein. Der Sender wurde im Juli dieses Jahres von der Universitätsbehörde stillgelegt. Inzwischen formiert sich eine Protestbewegung. Mehr dazu im aktuellen Radio Journal.

Anschließend stellten Marcel Fischer, Gunnar Leonhard und Jens Bednorz Radio Marabu vor, schilderten die abwechslungsreiche Geschichte des Senders und beschrieben die aktuelle Situation sowie die künftige Perspektive der Station, die u.a. in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei Radio Caroline sendet. In einem Nebenraum, der als Studio umfunktioniert worden war, wurde eine für den 1. Oktober geplante Sendung mit Interviews der Erkrather Teilnahmer aufgezeichnet.

Sietse Brouwer hielt einen längeren  Vortrag über die aktuelle Situation bei Radio Caroline Nederland. Er beschrieb die mannigfaltigen Enttäuschungen in Zusammenhang mit der Neuverteilung der Mittelwellenfrequenzen. Die aktuelle Gründung von Radio Seagull sei ein privates Unternehmen, das von der Caroline Support Group losgelöst sei. Man werde Radio Caroline künftig unverändert durch das regelmäßig erscheinende Heft "Newsbeat" und den regen "Merchandise" unterstützen. Der Rest des vorhandenen Geldes werde dann nach England überwiesen zur Unterstützung der Maidstone-Sendungen. Noch vorhandene Schulden würden hoffentlich bis zum Jahresende getilgt sein.

Zwischen den Vorträgen und Interviews wurden Videos vom Peace-Ship in New York (zu erwerben auf dem Amsterdammer Radiotag am 25. Oktober) und einem aktuellen Besuch der Radio-Forts vor der englischen Küste gezeigt.

Erfreulicher Weise war erneut Offshore-Veteran Graham Gill zu Gast, der für rege Diskussionen mit allen Teilnehmern sorgte und viele Erinnerungen an die Seesenderzeiten aufkommen ließ. Leider fehlte Paul Rusling, der noch wenige Tage zuvor sein Kommen angekündigt hatte und über sein MusicMann 279-Projekt berichten wollte. Paul wurde vergeblich am Düsseldorfer Flughafen erwartet. Er schrieb noch am selben Tag einen längeren Brief, in dem er sich für sein Fernbleiben entschuldigte.

Hauptgast war schließlich Ulf Posé, der nicht nur von seiner Zeit als "Hannibal" bei Radio Nordsee International im Jahre 1970 erzählte. In einem längeren Interview mit Martin van der Ven fesselte Ulf das Publikum mit seinen Erzählungen aus seiner faszinierenden Radiokarriere mit zum Teil unbekannten Anekdoten und Erlebnissen. So war er schon 1968 an der Vorbereitung des Radio-Nordsee-Projekts auf der Galaxy in Hamburg beschäftigt. Dort löschte man in tagelanger Arbeit ungezählte Originalbänder und -jingles des legendären Seesenders Radio London, da Sendeleiter Klaus Quirini "leere Tonbänder" benötigte... Leider wurde das damals mit großem Medienaufwand angekündigte Projekt ein Flopp. 

Mehr zu dem Interview mit Hannibal in absehbarer Zeit auf dieser Webseite.

Den Abschluss bildete eine großzügige Tombola mit vielen Offshore-CD's und anderen Überraschungen. Erneut war der Radiotag ein schöner Erfolg, der auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden soll.

 

 

 

 

Jan Sundermann

 

Marcel Fisher (Radio Marabu)

 

Freddie Schorsch, Hannibal (Ulf Posé), Gerhard Fiolka, Hardy Schracke, Helmut Runge

 

Paul Meier (German Caroline)

 

Jens Bednorz, Gunnar Leonhard und Marcel Fischer (Radio Marabu)

 

 

 

Peter Messingfeld

 

Sietse Brouwer und Paul Meier

 

Hannibal und Graham Gill

 

Hannibal, Martin van der Ven und Graham Gill

 

Sietse Brouwer (Radio Caroline Support Group NL)

 

Vorn: Wolf D. Rock (German Caroline)

 

Hannibal

 

Hannibal und Martin van der Ven

 

Armin Mothes und Graham Gill

 

 

 

Mehr Bilder aus Erkrath von Peter Messingfeld

 

Ein Brief von Paul Rusling

 

Ein Feature zu Erkrath von Björn Quäck